Zeiterfassung Software Vergleich: Tools, Pflichten und Auswahlkriterien

In diesem Artikel
Das Wichtigste in Kürze
- Definition: Zeiterfassungssoftware dokumentiert und wertet Arbeitszeit aus – per App, Browser oder Terminal.
- Pflicht: Arbeitgeber in Deutschland müssen Arbeitszeit erfassen, seit das Bundesarbeitsgericht das am 13. September 2022 entschieden hat.
- Vier Lösungstypen: Standalone-Tools, HR-Plattformen mit Zeit-Modul, Systeme für Schicht- und Personaleinsatzplanung sowie All-in-One Plattformen, die HR, IT, Payroll und Finanzen auf einer Datenbasis vereinen – im DACH-Raum aktuell nur Rippling.
- Auswahl-Kriterium: Wichtiger als der Preis pro Mitarbeitenden ist oft, wie automatisch die Zeitdaten weiterlaufen. Fließen sie per Datenabgleich direkt in HR und Lohnabrechnung, oder über manuellen Export und DATEV-Schnittstelle?
- Integrations-Vorteil: Fließen die Zeitdaten direkt in eine ITSG-zertifizierte Lohnabrechnung, entfällt der monatliche CSV-Export.
Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 13. September 2022 müssen Arbeitgeber in Deutschland Arbeitszeit erfassen – wie das System aussehen soll, lässt das Urteil offen. Für Unternehmen entstehen daraus zwei Herausforderungen: Compliance gegenüber den Behörden und der fehlerfreie Übertrag der Stunden in die Lohnabrechnung.
Der Markt liefert ein halbes Dutzend Software-Typen, vom kostenlosen Stundenzettel-Tool bis zur All-in-One-Plattform, die HR, IT, Payroll und Finanzen auf einer Datenbasis vereint. Die Wahl entscheidet, ob Zeiterfassung ein isoliertes Werkzeug bleibt – oder ob die Stunden in derselben Datenbasis liegen wie Arbeitsvertrag, Laptop-Provisioning und Firmenkarte.
Dieser Software Vergleich zeigt, welche Tools es gibt, woran Sie die passende Lösung erkennen und wo Integration mit HR, IT und Lohnabrechnung den Unterschied macht.
Was ist eine Zeiterfassungssoftware? Definition und Funktionsweise
Zeiterfassungssoftware dokumentiert die Arbeitszeit der Mitarbeitenden, wertet sie aus und übergibt sie an die Lohnabrechnung. Sie ersetzt Stundenzettel, Stempeluhr und Excel-Tabelle – mit Audit-Trail, Self-Service und Schnittstellen in die Buchhaltung.
Verbreitet sind vier Lösungstypen:
Schlanke Standalone-Tools – fokussiert auf reine Stundenerfassung, mit DATEV-Export an Lohnsoftware und Steuerberatung.
HR-Tools mit Zeit-Modul – Zeit ist Teil einer HR-Software; die Lohnabrechnung läuft über ein eigenes Payroll-Modul oder externe Steuerberater:innen.
Systeme für Schicht- und Personaleinsatzplanung – ausgelegt auf Schicht- und Tarifkomplexität in Produktion, Logistik und Handel.
All-in-One-Plattformen – HR, IT, Payroll und Finanzen laufen auf einer gemeinsamen Datenbasis. Im DACH-Raum aktuell nur Rippling.
Mehrere Anbieter werben mit „All-in-One”. Im Sinne dieses Vergleichs steht „All-in-One-Plattform” nur für Lösungen, die HR, IT, Payroll und Finanzen tatsächlich auf einer gemeinsamen Datenbasis abbilden – also den kompletten Mitarbeiterzyklus von Onboarding bis Offboarding auf einer einzigen Plattform erfüllen. Die Zeiterfassung ist dort ein Baustein von vielen, nicht das ganze System. Im DACH-Markt erfüllt das aktuell nur Rippling.
Funktionsweise: Wie Zeiterfassungssoftware Arbeitszeiten dokumentiert
Moderne Lösungen erfassen Arbeitszeit per Smartphone-App, Browser, Terminal mit RFID- oder NFC-Chip oder automatisch über Geofencing für mobile Teams.
Die Buchung läuft manuell per Start-Stopp oder automatisch über Anwesenheitserkennung. Die Daten landen in der Cloud oder On-Premise – Cloud-Lösungen dominieren im Mittelstand zunehmend. Auswertungen reichen vom Soll-Ist-Vergleich über Überstunden- und Pausenkonten bis zur Übergabe an die Lohnabrechnung.
Wer braucht Zeiterfassungssoftware? Pflicht-Branchen und freiwillige Erfassung
In Mindestlohn-Branchen gilt nach § 17 MiLoG eine besondere Aufzeichnungspflicht – darunter Bau, Gastronomie, Logistik, Fleischwirtschaft, Gebäudereinigung, Schaustellergewerbe, Personenbeförderung und Spedition. Hier muss jede Arbeitsstunde dokumentiert werden.
Ausgenommen nach § 18 ArbZG sind unter anderem leitende Angestellte nach § 5 Abs. 3 BetrVG, Chefärzte sowie Leiter:innen öffentlicher Dienststellen. Freiwillig erfassen zusätzlich viele Dienstleister, Agenturen und international tätige Teams.
Pflicht zur Zeiterfassung: BAG-Urteil, EuGH und Arbeitszeitgesetz
Drei Rechtsquellen geben den Rahmen vor:
EuGH-Urteil vom 14. Mai 2019 (C-55/18, CCOO): EU-Mitgliedsstaaten müssen Arbeitgeber verpflichten, Arbeitszeit objektiv, verlässlich und zugänglich zu erfassen.
BAG-Beschluss vom 13. September 2022 (1 ABR 22/21): In Deutschland ergibt sich die Erfassungspflicht bereits aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG – auch ohne neue Spezialregelung.
ArbZG-Reform: Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat den Gesetzentwurf für Juni 2026 angekündigt. Stand Q2 2026 liegt er noch nicht dem Bundestag vor; Übergangsfristen und Erleichterungen sind nicht verbindlich festgelegt.
Zeitnachweise müssen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden (§ 16 Abs. 2 ArbZG). Verstöße ziehen Bußgelder nach § 22 ArbZG nach sich, der Betriebsrat hat Mitbestimmungsrechte bei der Einführung des Systems. Vertrauensarbeitszeit bleibt erlaubt, befreit aber nicht von der Erfassungspflicht – die Verantwortung liegt beim Arbeitgeber, die Erfassung darf an die Mitarbeitenden delegiert werden.
Funktionen einer guten Zeiterfassungssoftware
Eine Software, die sich im Alltag bewährt, deckt Pflicht, Komfort, Integration und Automatisierung ab. Die Funktionen lassen sich entlang dieser Kategorien sortieren:
Pflicht-Funktionen: Start-Stopp mit Pausen, Überstundenkonto, Abwesenheits- und Urlaubsverwaltung, gesetzeskonforme Audit-Trails.
Erfassungswege: Web, App auf iOS und Android, stationäres Terminal, RFID- oder NFC-Chip, Geofencing für Außendienst und Baustelle.
Komfort-Funktionen: Urlaubsantrag mit Genehmigungs-Workflow, Soll-Ist-Vergleich, Erinnerungen bei fehlenden Buchungen, Self-Service.
Projekt- und Kostenstellen-Zuordnung: für Dienstleister, Agenturen und Beratungen mit Stundenabrechnung an Kunden.
Zuschlagsberechnung: Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit; Schicht- und Bereitschaftsmodelle.
Schnittstellen: DATEV-Buchungsdatenservice, ERP-Anbindung, REST-API, Lohn-Export.
DSGVO-konforme Speicherung: Verschlüsselung, Rechte- und Rollenmanagement, dokumentierte Löschfristen, AVV-Vertrag und EU-Hosting.
Automatisierung: automatischer Datenfluss von der Zeiterfassung in HR und Lohnabrechnung, regelbasierte Workflows für Genehmigungen, Erinnerungen und Abwesenheiten, ohne manuellen Export.
KI-Unterstützung: Auswertung von Zeit- und Abwesenheitsdaten, automatische Hinweise bei fehlenden oder auffälligen Buchungen, direkte Antworten auf Mitarbeitenden-Fragen zu Stunden und Überstunden.
Zeiterfassungssysteme im Vergleich: Acht Tools im Überblick
Den Überblick bei Zeiterfassungssoftware in Deutschland zu behalten, ist gar nicht so einfach: Gängige Rankings widersprechen sich oft, und Plattformen wie OMR oder Capterra liefern zwar viele Nutzerbewertungen, aber selten einen strukturierten Vergleich. Die folgende Übersicht bündelt acht häufig genannte Tools plus Rippling als All-in-One Plattform.
Tool | Profil |
|---|---|
TimeTac | Aus dem DACH-Raum, geeignet für KMU ab 20 Mitarbeitenden. Bietet DATEV-Export und eine App mit Offline-Modus, ab ca. 3 €/Nutzer/Monat. Die Stärken liegen in Projekt- und Schichtzeit-Erfassung. |
Clockodo | Deutscher Anbieter mit Fokus auf Dienstleister und Agenturen. Laut OMR Reviews mit starker DATEV-Integration, App für iOS und Android, ab 4 €/Nutzer/Monat. Besonders stark bei Projekt- und Lohnzeit. |
Crewmeister | Deutsche Lösung für kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden mit DATEV-Export und Mobile-First-Setup, ab 1,50 €/Nutzer/Monat. Punktet mit schnellem Rollout und einfacher Bedienung. |
ZEP | Aus Deutschland, ausgerichtet auf Projektgeschäft wie Beratungen und Agenturen. Bietet Export-Schnittstellen, Mobile- und Spesen-Funktionen ab 2 €/Nutzer/Monat, je nach Modul-Umfang. Stärke: Kombination aus Reisekosten und Projektzeit. |
Orido | Deutsche Lösung für Gastronomie und Retail mit Schichtbetrieb. Im Pro-Tarif sind DATEV- und Lohnexport enthalten, dazu Terminal und App, ab 89 €/Standort/Monat. Stärke: Schichtplanung. |
clockin | Aus Deutschland, geeignet für Handwerk, Bau und Außendienst. Bietet DATEV-Export und eine App mit GPS-Funktionen, ab 3,19 €/Nutzer/Monat. Stärke: mobile Erfassung. |
SP_Data | Deutscher Anbieter mit DATEV-Schnittstelle sowie Web- und App-Zugang. Modulares Abo-Modell mit Preisen auf Anfrage. Stärke: Zeitwirtschaft nahe an der Entgeltabrechnung. |
TimeTrack | Aus dem DACH-Raum, ausgerichtet auf Dienstleister und projektorientierte Unternehmen. Bietet Lohn-Export, App und Spesen-Funktionen für 5–12 €/Nutzer/Monat. Stärke: Kombination aus Zeit und Spesen. |
Rippling - die Plattform-Alternative | Während die acht Tools oben Zeiterfassung als eigenständige Disziplin abdecken, ist Rippling keine reine Zeiterfassungs-Software. Zeiterfassung läuft als Teil einer Plattform, die HR, IT, Payroll und Finanzen auf einer Datenbasis verbindet. Stempelzeiten fließen automatisch in die Lohnabrechnung, ohne Export oder manuelle Übergabe. ITSG-zertifiziert seit Juni 2025, mit nativer DATEV-Anbindung und Multi-Country-Payroll in 188 Ländern. |
Preise und Funktionen gerundet aus aktuellen DACH-Vergleichen. Die Liste ist nicht erschöpfend.
Cloud-Lösungen mit Schicht-Fokus
Cloud-Anbieter im DACH-Raum sind meist bei mittelständischen Betrieben im Einsatz. TimeTac, TimeTrack und SP_Data sind eine klassische Wahl bei moderaten Schichtanforderungen. ATOSS Time Control deckt das Enterprise-Segment mit Schwerpunkt Schicht- und Personaleinsatzplanung ab.
Industriehersteller wie GFOS, ISGUS und askDANTE bieten ausgereifte Terminal-Lösungen für Produktion, Lager und große Belegschaften. Charakteristisch: gesetzeskonforme Workflows, deutsche Lohn-Schnittstellen und tiefe Reports. HR-Stammdaten und Lohnabrechnung liegen typischerweise in separaten Systemen und werden über Schnittstellen abgeglichen.
HR-Plattformen mit Zeit-Modul
Wer Zeiterfassung direkt mit den HR-Stammdaten verbinden möchte, findet hier etablierte Anbieter. Personio, HiBob und Factorial führen HR-Daten, Abwesenheiten und Zeit in einem System zusammen. Bei HiBob und Factorial läuft die Payroll über DATEV und Steuerberater:innen, Personio bringt eine eigene ITSG-zertifizierte Payroll-Engine mit.
Was diese Plattformen nicht abdecken: IT-Lifecycle (Geräte, Zugänge) und Finanzen laufen in separaten Tools, und das betrifft direkt die Zeiterfassung. Wird eine Mitarbeiterin onboardet oder offboardet, müssen Arbeitszeitmodell, Zugänge und Abrechnung in mehreren Systemen parallel gepflegt werden. Beim Offboarding bleibt der Zugang zur Zeiterfassung schnell offen, weil es in einem anderen System läuft.
Jede Lücke zwischen diesen Silos ist eine Stelle, an der Zeitdaten unvollständig oder falsch werden, und je mehr Mitarbeitende dazukommen, desto öfter. Liegen HR, IT, Payroll und Finanzen dagegen auf einer Datenbasis, ist die Mitarbeiterin nur einmal angelegt, und die Stunden fließen ohne Übergabe in die Lohnabrechnung.
Standalone-Tools und Free-Tier für kleine Teams
Für Teams unter 30 Mitarbeitenden und Freelancer reichen schlanke Standalone-Tools meistens aus. Clockodo, Crewmeister, Kimai (Open Source), Toggl Track, Clockify und mite. bieten Free-Tier oder günstige Einstiegs-Tarife.
Wichtig bei den kostenlosen Versionen: Audit-Trail, Zuschlagsberechnung und DATEV-Anbindung fehlen in Free-Tarifen häufig. Für Pflicht-Branchen nach § 17 MiLoG oder bei Bedarf an einer Lohn-Schnittstelle führt der Weg meist in einen kostenpflichtigen Tarif oder zu einer integrierten Plattform.
Rippling ist im DACH-Raum der einzige Anbieter mit einem All-in-One Operating System, das HR, IT, Payroll und Finanzen auf einer Datenbasis vereint und damit den ganzen Mitarbeiterzyklus vollständig abbildet. Beweis-Punkte: ITSG-zertifiziert seit Juni 2025, native DATEV-Anbindung über den Buchungsdatenservice, eigenes deutsches Payroll-Team, Multi-Country-Payroll in 188 Ländern.
Welche Software zur Zeiterfassung gibt es für Ihr Unternehmen?
Die beste Zeiterfassungssoftware hängt vom Unternehmen ab. Ein Drei-Personen-Beratungsbüro braucht andere Funktionen als eine Produktion mit 300 Mitarbeitenden im Schichtbetrieb.
Das wichtigste Kriterium ist die Unternehmensgröße:
Bis 30 Mitarbeitende oder Freelancer: Ein Standalone-Tool oder eine Free-Tier reicht meistens aus.
30 bis 500 Mitarbeitende: Eine Cloud-Lösung mit DATEV-Schnittstelle oder eine HR-Plattform mit Zeit-Modul lohnt sich.
Ab 500 Mitarbeitenden: Enterprise-Lösungen für Schicht-, Zuschlags- und Tarifkomplexität werden relevant.
Innerhalb des Entscheider-Kreises wiegen die Kriterien unterschiedlich:
Rolle | Worauf die Rolle achtet |
|---|---|
HR-Lead | Mitarbeitenden-Akzeptanz, Mobile-App, Self-Service für Urlaub und Krankmeldung, Reporting für die Geschäftsführung. |
IT-Lead | Single Sign-on, DSGVO-Konformität, Datenresidenz in der EU, REST-API für die Anbindung an HR und ERP. |
CFO oder Finance Lead | DATEV-Export, Kosten pro Mitarbeitenden, Reporting für Personalkosten, klare ROI-Berechnung. |
Wichtig ist der Integrations-Check: Welches HR-Tool ist im Einsatz, wie arbeitet der Steuerberater, welche Lohnsoftware läuft schon? Wer das vorab klärt, vermeidet den Tool-Flickenteppich aus Zeiterfassung und Lohnsoftware. Die Implementierung reicht von Self-Service-Onboarding bei schlanken Tools bis zur begleiteten Einführung mit Account-Management bei den Plattformen.
Integration mit HR und Lohnabrechnung: Warum Zeit und Payroll zusammengehören
Im typischen Setup laufen Zeit und Lohn auf getrennten Systemen. Das Zeiterfassungs-Tool exportiert eine CSV- oder DATEV-Datei, die Lohnabrechnung importiert sie, jemand prüft die Daten manuell. Jeden Monat.
An den Übergängen liegen die Fehler. Jeder Medienbruch zwischen Zeit- und Lohn-Tool kostet Geld oder bringt die Betriebsprüfung ins Fragen:
Stundenkonten verschieben sich beim Übertrag.
Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit werden falsch berechnet.
Krankheitstage stimmen nicht mit dem Urlaubs-Workflow überein.
Überstunden wandern in die falsche Lohnart.
Der DATEV-Buchungsdatenservice ist die Mindestanforderung. Eine Plattform, die HR, Zeit und Lohnabrechnung auf einer Datenbasis betreibt, geht weiter: Stunden, Stammdaten und Lohndaten greifen auf dieselben Felder zu. Weniger Schnittstellen bedeuten weniger Übertragungsfehler und weniger Audit-Aufwand.
"Wir sehen es jeden Monat bei Neukunden: Der Steuerberater wartet auf eine CSV, die Stunden stimmen nicht mit dem Urlaubsantrag überein, jemand korrigiert per Hand. Wenn Zeit und Lohnabrechnung auf einer Datenbasis laufen, fällt dieser Abstimmungsschritt komplett weg."
Stephen Pieper
German Product Lead bei Rippling
Wie sich das auszahlt, zeigt das E-Bike-Unternehmen Zoomo: Statt einer Woche dauert der Payroll-Prozess heute drei Stunden – die deutsche Lohnabrechnung gilt nun als der unkomplizierteste Standort des Unternehmens.
So finden Sie die beste Zeiterfassungssoftware – und was Rippling anders macht
Welches Tool am Ende passt, hängt von Unternehmensgröße, Branche und Entscheider-Kreis ab. Was alle Setups verbindet: Jeder Medienbruch zwischen Zeiterfassung, HR-Stammdaten und Lohnabrechnung kostet Zeit und produziert Fehler. Die Frage ist nur, wie weit eine Plattform diese Brüche auflöst.
Standalone-Tools lösen die Zeiterfassung. HR-Plattformen mit Zeit-Modul lösen Zeit und HR. Rippling löst HR, IT, Payroll und Finanzen auf einer Datenbasis – im DACH-Raum aktuell als einziger Anbieter. Konkret: Eine neue Mitarbeiterin wird in Rippling angelegt, und das System triggert parallel Arbeitsvertrag, Laptop-Provisioning, Slack- und Mail-Account, Payroll-Anlage und Firmenkarte. Beim Offboarding läuft derselbe Prozess rückwärts.
Was Rippling zusätzlich für den deutschen Markt mitbringt:
ITSG-zertifizierte Payroll-Engine seit Juni 2025, entwickelt von einem eigenen deutschen Payroll-Team
DATEV-Buchungsdatenservice nativ angebunden – keine CSV-Exporte, keine Doppeleingaben
Multi-Country-Payroll in 188 Ländern, EOR-Service in 80 Ländern
Deutschsprachiger Support durch das deutsche Payroll-Team
FAQ
Was ist die beste Zeiterfassungssoftware?
Die beste Zeiterfassungssoftware ist die, die zur Unternehmensgröße, zur Branche und zur bestehenden HR- und Lohnsoftware passt – ein allgemeingültiger Testsieger existiert nicht.
Im Vergleich der Zeiterfassungssysteme spielen vor allem drei Kriterien eine Rolle: Erfassungswege (App, Browser, Terminal), DATEV-Schnittstelle und Integration mit HR und Payroll. Für Freelancer reicht oft eine kostenlose App, für Unternehmen mit Schichtbetrieb sind spezialisierte Schichtplanungs-Tools wie ATOSS oder GFOS gesetzt. Wer die Zeiterfassung nicht isoliert betreiben will, sondern direkt mit HR, IT, Payroll und Finanzen auf einer Datenbasis, kommt im DACH-Raum aktuell zu Rippling. Der Vorteil für die Zeiterfassung: Stunden, Abwesenheiten und Zuschläge fließen ohne Export automatisch in die Lohnabrechnung, und beim On- und Offboarding sind Arbeitszeitmodell und Zugänge sofort korrekt gesetzt.
Welche Zeiterfassungssysteme lassen sich in DATEV integrieren?
DATEV-Anbindung ist in Deutschland Standard und wird von fast allen relevanten Anbietern unterstützt – allerdings in unterschiedlicher Tiefe.
Cloud-Anbieter wie ATOSS, TimeTac, GFOS, ISGUS, askDANTE und SP_Data bieten DATEV-Schnittstellen, ebenso HR-Plattformen wie Personio, HiBob und Factorial. Bei Standalone-Tools wie Clockodo oder Crewmeister hängt der Funktionsumfang vom gebuchten Tarif ab. Bei Rippling nutzen wir den DATEV-Buchungsdatenservice nativ, weil die deutsche Lohnabrechnung Teil der Plattform ist – ein manueller Export entfällt komplett.
Reicht Excel zur Zeiterfassung nicht aus?
Nein, in den meisten Fällen nicht. Excel-Tabellen gelten nicht als revisionssicher und erfüllen die Anforderungen aus dem BAG-Beschluss vom 13. September 2022 nur eingeschränkt.
Das BAG verlangt ein objektives, verlässliches und zugängliches System – Excel-Listen sind nachträglich manipulierbar und schlecht prüfbar. Hinzu kommen Rechenfehler in Formeln, fehlende Audit-Trails und der hohe Aufwand bei der Übergabe an die Lohnabrechnung. Für Pflicht-Branchen nach § 17 MiLoG und bei Betriebsprüfungen wird Excel schnell zum Risiko.
Bietet Rippling eine eigene Zeiterfassung?
Ja. Rippling verbindet Zeit- und Abwesenheitserfassung direkt mit der deutschen Lohnabrechnung – und mit dem Rest der Plattform.
Stunden, Zuschläge und Abwesenheiten fließen automatisch in die Brutto-Netto-Berechnung. Die Payroll-Engine ist seit Juni 2025 ITSG-zertifiziert (Systemprüfung seit Oktober 2024), die DATEV-Anbindung läuft nativ über den Buchungsdatenservice. Eine separate Lohnsoftware ist nicht nötig. Zusätzlich greifen IT-Lifecycle und Finanzen auf dieselben Stammdaten zu: Wer in Rippling Stunden bucht, taucht im selben System auf, in dem auch Laptop-Provisioning, Software-Zugänge und Firmenkarten verwaltet werden. Das ist im DACH-Raum aktuell einzigartig.
Welche Mitarbeitenden müssen ihre Arbeitszeit nicht erfassen?
Leitende Angestellte nach § 5 Abs. 3 BetrVG sowie Chefärzte sind nach § 18 ArbZG vom Arbeitszeitgesetz ausgenommen.
§ 18 ArbZG nennt unter anderem leitende Angestellte nach § 5 Abs. 3 BetrVG, Chefärzte, Leiter:innen öffentlicher Dienststellen sowie Arbeitnehmer:innen in häuslicher Gemeinschaft mit Pflege- oder Betreuungsaufgaben. Wichtig: Die leitende Stellung muss arbeitsrechtlich geprüft werden – die Bezeichnung im Arbeitsvertrag allein reicht nicht aus.
Haftungsausschluss
Rippling und seine verbundenen Unternehmen bieten keine Steuer-, Buchhaltungs- oder Rechtsberatung an. Dieses Material wurde nur zu Informationszwecken erstellt und ist nicht als Rechts-, Buchhaltungs- oder Steuerberatung gedacht und sollte nicht als solche herangezogen werden. Sie sollten Ihre eigenen Steuer-, Buchhaltungs- und Rechtsberater konsultieren, bevor Sie damit verbundene Aktivitäten oder Transaktionen durchführen.
Author

Stephen Pieper
German Product Lead
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