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DATEV-Schnittstelle: Was sie ist und wie sie funktioniert

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Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Digitaler Datenweg zwischen Vorsoftware (ERP, Buchhaltungs-Tool, Lohnsoftware) und den DATEV-Programmen der Steuerberater:innen – als Datei (CSV/ASCII) oder Online-Service über DATEV Unternehmen online.
  • Schnittstellen-Familien: Dateiformat (CSV/ASCII), DATEV-Datenservices (Buchungsdaten, Belege) und DATEVconnect-API. Drittanbieter binden eine dieser drei in ihr Produkt ein – geprüfte Lösungen führt der DATEV-Marktplatz.
  • Für die Lohnabrechnung: LODAS (Software für Steuerberater:innen) und DATEV LOHN und Gehalt (Inhouse) nutzen dieselben modernen DATEV-Lohn-Datenservices (Lohnimport, Lohnaustausch).
  • Voraussetzungen: Berater- und Mandanten-Nummer, abgestimmter Kontenrahmen (SKR03/SKR04) und Datenübertragungs-Vereinbarung.
  • Auswahl: Die richtige Schnittstelle hängt vom Volumen, Belegfluss und Lohnbedarf ab – kein One-Size-Fits-All.


Die DATEV-Schnittstelle ist die Verbindung zwischen Ihrem System und den DATEV-Programmen der Kanzlei. Sie überträgt Buchungssätze, Belege und Lohndaten strukturiert, ohne dass jemand CSV-Dateien per E-Mail hin- und herschickt.

DATEV-Schnittstelle: Definition und Funktion

Die DATEV-Schnittstelle ist kein einzelnes Produkt, sondern eine digitale Verbindung zwischen Ihrem System und den Steuerberater:innen. Sie überträgt Buchungssätze, Belege oder Lohndaten strukturiert aus einer Vorsoftware in die DATEV-Programme der Kanzlei – über Dateiformate, Online-Services oder programmatische APIs.

Der typische Datenfluss läuft so: Ihr Vorsystem erzeugt die Daten, die Schnittstelle übergibt sie an DATEV Unternehmen online oder direkt ins DATEV-Rechenzentrum. Dort übernehmen die Steuerberater:innen sie in ihre Kanzleisoftware.

Wer Buchhaltung oder Lohnabrechnung an eine Kanzlei übergibt, arbeitet in Deutschland immer noch häufig mit einer DATEV-Schnittstelle – vor allem, weil viele Kanzleien historisch auf DATEV aufgesetzt haben. Das Bundeskartellamt hat 2019 in einem Fallbericht zur Vollmachtsdatenbank dokumentiert, dass alle 21 Steuerberaterkammern DATEV damals exklusive Konzessionen für deren Betrieb erteilt hatten.

Gut zu wissen: Eine Übersicht zu den DATEV-Schnittstellen im DACH-Raum bietet die offizielle Themenseite auf datev.de.

DATEV-Schnittstellen: Eine Übersicht der wichtigsten Familien

DATEV unterscheidet zwischen dateibasierten Wegen, Online-Datenservices, programmatischen APIs und vorgefertigten Schnittstellen aus dem DATEV-Marktplatz.

Welche Variante passt, hängt vom Automatisierungsgrad ab – und davon, ob Sie auch Belegbilder übergeben wollen.

Dateibasierte Schnittstelle: DATEV-Format und CSV

Bei dateibasierten Wegen erzeugt Ihre Vorsoftware eine Datei im DATEV-Format (ASCII-basiert, als .txt). Diese Datei senden Sie per E-Mail oder über das DATEV-Datentransfer-Tool an die Kanzlei – dort wird sie importiert.

Beispiel aus der Praxis: Ein ERP- oder Faktura-System erzeugt monatlich einen DATEV-konformen Buchungsstapel mit Debitoren und Kreditoren. Die Steuerberater:innen übernehmen den Stapel per Importfunktion in die Anwendung DATEV Rechnungswesen.

  • Vorteil: einfach, in den meisten Buchhaltungstools kostenlos enthalten, jede Buchhaltung kennt das Format.

  • Nachteil: manueller Versand-Schritt, kein Belegbild-Anhang, Fehler werden erst beim Import sichtbar.

DATEV-Datenservices: Buchungsdatenservice und Belegtransfer

Die DATEV-Datenservices übertragen Buchungen und Belegbilder über die DATEV-Cloud direkt aus Ihrer Vorsoftware nach DATEV Unternehmen online – die Plattform, auf der die Kanzlei die Daten weiterverarbeitet.

Zur Familie gehören folgende Services: 

  • der Buchungsdatenservice für strukturierte Buchungsstapel, 

  • der Belegbilderservice und Belegtransfer für Eingangsrechnungen mit PDF-Anhang 

  • sowie der Rechnungsdatenservice 1.0, der Belegbild und Kontierungsdaten kombiniert.

In der Praxis schickt eine Beleg- oder Projektplattform jede Eingangsrechnung mit Belegbild und strukturierten Daten automatisch an DATEV Unternehmen online. Die Steuerberater:innen kontieren dort und übernehmen die Buchung anschließend in DATEV Rechnungswesen.

Eine Hürde gibt es allerdings: Die Kanzlei muss einen DATEV-Mandantenvertrag haben und die Online-Services müssen für sie freigeschaltet sein. Ohne Datenübertragungs-Vereinbarung läuft kein Datenservice.

Fertige Lösungen aus dem DATEV-Marktplatz

Der DATEV-Marktplatz ist keine eigene Schnittstellen-Familie, sondern eine Bezugsquelle: Drittsoftware-Anbieter binden eine der drei DATEV-Schnittstellen (Datei, Datenservice, DATEVconnect) in ihr Produkt ein. Sie nutzen die fertige Anbindung, ohne sie selbst implementieren zu müssen.

Gut zu wissen: Bevor eine Schnittstelle produktiv genutzt werden kann, durchläuft sie eine Zertifizierung durch DATEV. Zertifizierte Anbieter erscheinen anschließend im DATEV-Marktplatz. Eine Übersicht führt der DATEV-Marktplatz für Schnittstellen-Anbieter.

DATEV-Schnittstelle für die Lohnabrechnung: LODAS und LOHN

LODAS und DATEV Lohn und Gehalt sind die zwei DATEV-eigenen Lohnabrechnungs-Programme in Deutschland. Beide nutzen heute dieselben modernen Lohn-Datenservices – Lohnimport, Lohnauswertung, Lohnergebnis und Lohnaustausch. Sie unterscheiden sich aber im Einsatzszenario und im technischen Handling.

Tipp: Wer die deutsche Lohnabrechnung als Gesamtprozess verstehen möchte, findet die Grundlagen im Beitrag Lohnabrechnung in Deutschland einfach erklärt.

LODAS: Schnittstelle für die Lohnabrechnung bei Steuerberater:innen

LODAS ist die DATEV-Software für Kanzleien, die die Lohnabrechnung im Auftrag von Mandant:innen erledigen. Sie ist mandantenfähig und läuft im DATEV-Rechenzentrum – eine Kanzlei rechnet damit oft mehrere hundert Mandate parallel ab.

Das Vorsystem im Unternehmen liefert Personalstammdaten und Bewegungsdaten an LODAS. LODAS verarbeitet sie zur Abrechnung, und das Vorsystem empfängt anschließend Buchungsstapel und Auswertungen zurück.

Typisches Mid-Market-Szenario: Ein Unternehmen mit 50–500 Mitarbeitenden lagert die Lohnabrechnung an eine Steuerkanzlei aus, die mit LODAS arbeitet. Die Datenübergabe läuft entweder über das DATEV-Format (ASCII) oder über DATEV Unternehmen online Lohn.

DATEV LOHN und Gehalt: Schnittstelle für die Inhouse-Lohnabrechnung

DATEV LOHN und Gehalt ist die klassische Inhouse-Lohnsoftware. Sie installieren das Programm im Unternehmen und erledigen die Abrechnung selbst. Viele Unternehmen kombinieren es mit einer modernen HR- oder Lohnlösung, die Stammdaten, Zeiterfassung und Abwesenheiten führt und die abrechnungsrelevanten Daten strukturiert übergibt – oder sie wickeln die Abrechnung gleich vollständig dort ab.

HR-Tools liefern Personalstammdaten, Zeiterfassungssysteme die Arbeitszeiten. Am Ende der Abrechnung fließt der Buchungsstapel zurück an DATEV Rechnungswesen oder eine andere Finanzbuchhaltung.

Das Programm hat eine eigene Zeitwirtschaftsschnittstelle für die Übernahme von Bewegungsdaten aus Zeiterfassungssystemen. Voraussetzung für den Inhouse-Betrieb ist lokales Payroll-Know-how: Die Mitarbeitenden müssen Lohnartenpflege, SV-Einstellungen und ELStAM-Abruf beherrschen.

Was Sie für die DATEV-Anbindung brauchen

Wer eine DATEV-Schnittstelle einrichtet, klärt eine kurze Liste an Voraussetzungen mit der Kanzlei ab. Ohne diese Punkte fließt keine Buchung.

  • Berater- und Mandanten-Nummer – die 7-stellige Berater-Nummer der Kanzlei und die Mandanten-Nummer Ihres Unternehmens. Bei mehreren Mandanten (z. B. Holding mit Tochtergesellschaften) muss die Zuordnung eindeutig dokumentiert sein.

  • Kontenrahmen (nur für die Buchhaltungsschnittstelle relevant) – SKR03 oder SKR04 mit der Kanzlei abstimmen, daneben gibt es branchenspezifische Varianten für Handwerk, Ärzt:innen oder Land- und Forstwirtschaft. Alle Konten Ihrem System müssen sauber auf den DATEV-Kontenrahmen gemappt sein.

  • Buchungsperiode und Wirtschaftsjahr – Periode und Wirtschaftsjahr im Vorsystem mit dem DATEV-Mandanten abstimmen, damit Buchungen in der richtigen Periode landen.

  • Datenübertragungs-Vereinbarung – bei DATEV-Datenservices und DATEVconnect zwingend. Die Kanzlei benötigt eine aktive SmartCard sowie einen DATEVnet-Zugang, sonst läuft kein Online-Datenservice.

  • Berechtigungen und DSGVO – Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) mit der Kanzlei abschließen. Bei Online-Services kommt zusätzlich die Berechtigungs-Freischaltung in DATEV Unternehmen online dazu.

Typische Stolpersteine sind Konten-Mismatches zwischen Vorsoftware und DATEV-Mandant, eine fehlende Online-Mandanten-Freischaltung oder falsch konfigurierte Berater-Nummern. Eine Praxis-Checkliste mit Einrichtungs-Empfehlungen stellt DATEV im bereit.

Datei-Schnittstelle oder Online-API: Welche passt wann?

Zwei Wege für dieselben Daten – der Unterschied liegt im Automatisierungsgrad und in der Belegbild-Frage. Wer monatlich nur einen Buchungsstapel übergibt, kommt mit einer Datei-Schnittstelle gut hin. Wer Belegfluss in Echtzeit braucht, fährt mit Online-Services oder API besser.

Die wichtigsten Kriterien im direkten Vergleich:

Automatisierungsgrad

halbautomatisch bis manuell

weitgehend automatisiert

Manueller Aufwand pro Monat

Export, Prüfung, Versand, Import

sinkt deutlich, kein Dateihandling

Echtzeit

nein (nach Export-/Import-Zeitpunkt)

nahezu in Echtzeit

Voraussetzungen

DATEV-kompatible Datei-Erzeugung im Vorsystem

DATEV-Integration + API-/Service-Freigaben

Kosten

meist kostenlos / im Vorsystem enthalten

niedriger zweistelliger Euro-Bereich pro Monat + ggf. Einrichtungsgebühren

Belegbild-Integration

nein (Belegbilder müssen separat übergeben werden)

ja (Belegbilderservice, Belegtransfer)

Wer monatlich Daten an die Steuerberater:innen übergibt, kommt an einer der beiden Varianten praktisch nicht vorbei. Die Belegbild-Frage entscheidet meistens: Wer einen hohen Belegfluss hat, kommt mit der Online-Variante deutlich schneller voran.

DATEV-Schnittstellen-Anbieter: Buchhaltung, Lohnabrechnung, Branchenlösungen

Der ist das zentrale Verzeichnis für geprüfte Schnittstellen-Anbieter. Mehrere hundert Lösungen sind dort gelistet – sortiert nach Software-Kategorie und Anwendungsbereich. Die Tiefe der Anbindung variiert: Manche übertragen nur Buchungsdaten, andere kombinieren Buchungen mit Belegbildern oder Stammdaten-Sync.

Buchhaltungssoftware mit DATEV-Schnittstelle

Typische Marktbeispiele sind Rippling, Lexware Office, sevDesk, Candis und Xentral. Alle vier haben eine dokumentierte DATEV-Anbindung – die Tiefe unterscheidet sich aber:

  • Lexware setzt überwiegend auf den Datei-basierten Export im DATEV-Format. 

  • sevDesk und Candis nutzen Online-Datenservices, übergeben damit auch Belegbilder. 

  • Xentral ist ein ERP mit Buchungsstapel-Export.

Auswahlkriterium für die Buchhaltung: Wie hoch ist Ihr monatlicher Belegfluss? Bei hoher Frequenz lohnt sich der Online-Service – der manuelle Datei-Versand wird sonst schnell zur Belastung.

Lohn- und HR-Software mit DATEV-Anbindung

Lohnsoftware mit Lohnimport-Schnittstelle deckt entweder LODAS- oder LOHN-Anbindung ab. Was eine bestimmte Software wirklich überträgt, variiert: Personalstammdaten allein, Lohnbuchungen, Sachbezüge oder das volle Paket bidirektional.

Achten Sie bei der Auswahl auf die Datenrichtung. Idealerweise empfängt die Lohnsoftware den Buchungsstapel zurück an DATEV Rechnungswesen – die Daten fließen also bidirektional.

Tipp: Eine breitere Marktübersicht mit Anbieter-Vergleich und Funktions-Unterschieden bietet unser Beitrag HR-Software im Vergleich 2026.

Branchen- und Spezial-Lösungen

Bestimmte Branchen benötigen vertikale Tools mit DATEV-Anbindung. Im Handwerk ist „das programm" verbreitet, das DATEV-Datenservices Pro und Datei-Export anbietet. Im E-Commerce ist die Belegfrequenz hoch – hier rentieren sich Belegtools wie Candis mit direkter Anbindung an DATEV Unternehmen online.

ERP-Lösungen für mittelständische Unternehmen setzen häufig auf DATEVconnect-API, um Stammdaten und Buchungen synchron zu halten. Welche Schnittstelle für Sie passt, hängt also vom Vorsystem ab, das Sie ohnehin einsetzen.

Welche DATEV-Schnittstelle passt für welches Unternehmen?

Welche DATEV-Schnittstelle passt, hängt vom Unternehmen ab. Solo-Selbstständige haben andere Anforderungen als ein Mid-Market-Mittelstand mit eigener Lohnabrechnung.

Vier typische Profile und die jeweils passende Schnittstelle:

Kleinunternehmen / EPU / Solo-Selbstständige

Datei-Schnittstelle (CSV/ASCII) aus Buchhaltungstool

minimaler Implementierungsaufwand, kostenlos, kein Online-Mandantenvertrag nötig

manueller Versand pro Monat, kein Belegbild-Transport

Mittelstand mit eigener Buchhaltung

DATEV-Datenservices (Buchungsdaten + Belegtransfer)

automatischer Belegfluss, weniger Rückfragen von Steuerberater:innen

DATEV-Mandantenvertrag der Kanzlei, Einrichtungs-Phase 1–2 Wochen

Mid-Market mit eigener Lohnabrechnung

DATEV LOHN und Gehalt inhouse + Schnittstelle zu Zeiterfassung/HR-System

bidirektionaler Lohn-Datenfluss, integrierte Zeitwirtschaft

lokales Payroll-Know-how nötig, Kontenrahmen pflegen

Konzern / internationales Setup / Mehrfach-Mandanten

DATEVconnect-API + zentrales Mandanten-Mapping

programmatischer Multi-Entity-Sync, Konsolidierung möglich

technische Implementierung pro Vorsystem, Compliance pro Land

Allen gemeinsam ist der manuelle Aufwand, Daten zwischen Vorsoftware und Kanzlei abzustimmen.

Lohnabrechnung mit DATEV-Schnittstelle: Wie Rippling den Datenaustausch automatisiert

Genau dieser manuelle Aufwand kann durch Automatisierung weitgehend entfallen. Hier setzt die von Rippling an: Sie vereint HR, IT, Payroll und Finance auf einer Datenbasis, ist seit Juni 2025 ITSG-zertifiziert und hat den DATEV-Buchungsdatenservice nativ integriert. Ein eigenes deutsches Produkt- und Payroll-Team hat die Engine über zwei Jahre für den deutschen Markt entwickelt.

Der entscheidende Unterschied zu reinen HR-Tools: Rippling rechnet die Löhne selbst ab – DEÜV- und ELSTER-Meldungen gehen direkt aus der an die Behörden. Damit muss die Kanzlei die Löhne nicht mehr in LODAS oder DATEV LOHN und Gehalt importieren. An die Steuerberater:innen gehen über den DATEV-Buchungsdatenservice ausschließlich die fertigen Buchungssätze – kein doppelter Lohnlauf, kein manueller Export.

Was die Plattform automatisch übernimmt:

  • Brutto-Netto-Berechnung nach deutschem Steuer- und Sozialversicherungsrecht

  • Übermittlung an ELSTER – Lohnsteueranmeldung, ELStAM-Abruf, Lohnsteuerbescheinigung

  • Sozialversicherungsmeldungen – inklusive DEÜV, EEL, EAU, A1-Bescheinigungen und EUBP

  • DATEV-Buchungsdatenservice – Lohnbuchungen werden ohne manuellen Export an die Kanzlei übergeben

Zeit- und Abwesenheitserfassung – automatisch in die Lohnabrechnung integriert

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FAQs

Die DATEV ist eine Genossenschaft, 1966 in Nürnberg gegründet. Sie versorgt Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen und Rechtsanwält:innen mit Software für Buchhaltung, Lohnabrechnung und Kanzlei-Organisation. Wer Buchhaltungs- oder Lohndaten an eine Kanzlei in Deutschland übergibt, trifft praktisch immer auf eine DATEV-Software.

DATEV Unternehmen online ist die Cloud-Plattform von DATEV für den digitalen Belegaustausch zwischen Unternehmen und Steuerberater:innen. Über sie laufen die DATEV-Datenservices – Buchungsdatenservice, Belegbilderservice, Belegtransfer. Eine Datei-Schnittstelle braucht DATEV Unternehmen online nicht; die DATEVconnect-API läuft separat (On-Premise in der lokalen DATEV-Installation oder als DATEVconnect online).

Eine Datei-basierte Schnittstelle (CSV-Export, DATEV-Format) ist in den meisten Buchhaltungstools kostenfrei enthalten. Online-Services wie der Buchungsdatenservice oder DATEVconnect laufen über den DATEV-Mandantenvertrag der Kanzlei und werden typischerweise an den Mandanten weitergegeben. Die Kosten liegen meist im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Monat plus möglicher Einrichtungsgebühren je nach Anbieter.

Eine Datei-basierte Schnittstelle ist meist innerhalb eines Tages aktiv – Format auswählen, Berater- und Mandanten-Nummer eintragen, Test-Export an die Kanzlei. Online-Services brauchen typischerweise 1–2 Wochen, weil die Mandanten-Freischaltung in DATEV Unternehmen online, die Datenübertragungs-Vereinbarung und meist ein Testlauf mit der Kanzlei eingeplant werden müssen. Komplexere DATEVconnect-Anbindungen (eigene Software) dauern oft mehrere Wochen bis Monate.

Ja, wenn ein schriftlicher Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) mit den Steuerberater:innen vorliegt, die Datenübertragung verschlüsselt erfolgt (SmartCard-Authentifizierung, SSL/TLS) und die Zugriffsrechte in der Kanzleisoftware definiert sind. Bei Online-Services kommt zusätzlich eine Datenübertragungs-Vereinbarung mit DATEV dazu. Die DSGVO-Konformität hängt also an der korrekten Vertrags- und Berechtigungs-Konfiguration, nicht an der Schnittstelle selbst.

Haftungsausschluss

Rippling und seine verbundenen Unternehmen bieten keine Steuer-, Buchhaltungs- oder Rechtsberatung an. Dieses Material wurde nur zu Informationszwecken erstellt und ist nicht als Rechts-, Buchhaltungs- oder Steuerberatung gedacht und sollte nicht als solche herangezogen werden. Sie sollten Ihre eigenen Steuer-, Buchhaltungs- und Rechtsberater konsultieren, bevor Sie damit verbundene Aktivitäten oder Transaktionen durchführen.

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Ronny Röder

Payroll-Specialist

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